Das Johannissingen
Johannes der Täufer ist seit der Gründung im 10. Jahrhundert der Schutzpatron des Klosters Walsrode. Im mittelalterlichen Glasfenster der Kapelle ist er mit seinem Gewand aus Kamelhaar, dem Ledergürtel und dem Lamm als Hinweis auf den gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus dargestellt.
Der Johannistag, der 24.
Juni, ist auch als Tag der Sommersonnenwende ein wichtiger Tag im Jahresablauf.
Viel Brauchtum war mit diesem Tag verbunden und noch heute ist Mittsommer ein
beliebter Anlass zum Feiern.
Der Konvent begeht diesen
Festtag seit den 1980er Jahren mit einem öffentlichen Singen in der
Klosterkapelle. Viele Walsroder und auswärtige Gäste versammeln sich in der Kapelle, um gemeinsam sommerliche Lieder zu singen - Lieder aus dem
kirchlichen Gesangbuch wie auch Lieder mit ganz weltlichem Charakter. Der
Kantor der Stadtkirche und manchmal auch ein Chor unterstützen Konvent und
Besucher beim fröhlichen „Offenen Singen".
In feierlicher Tracht zieht der Konvent nach einer kurzen Pause zum Läuten der Klosterglocke erneut in die Kapelle ein, um gemeinsam mit den Besuchern Gottesdienst zu feiern.
Dies ist der einzige regelmäßige Gottesdienst in der Kapelle, denn der Konvent besucht den sonntäglichen Gottesdienst in der Stadtkirche, nimmt dort in Schleier und Chormantel die festgelegten Plätze in der Prieche, einem abgegrenzten Bereich im Chorraum der Kirche, ein.



