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Mitten in der kleinen, lebendigen Heidestadt Walsrode ist ein großer Bereich von einer Backsteinmauer umgeben. Der Besucher tritt durch das schmiedeeiserne Tor und ist überrascht von der Stille und Weite, die ihn unmittelbar neben der lauten Durchgangsstraße umfängt. Eine besondere Atmosphäre strahlt die gepflegte Anlage aus dem 18. Jahrhundert aus: Ruhe und Geborgenheit mitten in der Stadt, ein Ort des Innehaltens in einer Region, die den Besuchern sonst vor allem Unterhaltung und Zerstreuung bietet.

Kapellenplatz

An allen Tagen von April bis Oktober laden die Klosterdamen nachmittags zu Führungen durch das Kloster ein und erzählen von der wechselvollen Geschichte des Klosters, das schon vor über 1000 Jahren gegründet wurde. Heute sehen die Besucher eine schlichte aber harmonische Barockanlage, deren Gebäude überwiegend aus der Zeit von 1720 bis 1780 stammen.

Wesentlich älter ist die Klosterkapelle, hier lassen sich noch mittelalterliche Bauteile finden. Die Glasfenster hinter dem Altar sind noch im Originalzustand von 1483 und haben alle Kriege und baulichen Veränderungen unbeschadet überdauert. Die lebensgroße hölzerne Stifterfigur des Grafen Wale, der nach der Legende das Kloster am Ende des 1. Jahrtausends gründete, hat die Feuersbrunst von 1482 überstanden, als alle anderen Kunstschätze den Flammen zum Opfer fielen.

Heute zieht besonders das Bambino große und vor allem kleine Besucher an: Ein über 500 Jahre altes aus Holz geschnitztes Christkind, für das die Klosterfrauen im 17. Jahrhundert ein prächtiges Gewand mit den wertvollen Heideflussperlen verzierten.

Aber auch eine Darstellung des Letzten Abendmahls, aus Eiche geschnitzt und farbig gefasst, sowie ein Reliquienschrank mit Paradiesgärtlein, mittelalterliche Glasfenster mit Stifterwappen und der Äbtissinnenstuhl legen Zeugnis ab von christlichem Glauben und klösterlicher Tradition.

Beim Verlassen der Klosterkapelle fällt der Blick auf ein besonderes Memento mori: ein Zifferblatt, dessen Zeiger immer auf fünf Minuten vor zwölf steht.


Garten1


Der Garten des Klosters, heute eine großzügige Parkanlage, steht den Klosterdamen zur Verfügung und wird nur zu besonderen Terminen für Besucher geöffnet.

Die Besichtigung der Gebäude ist nur im Rahmen der Führungen möglich, da das Kloster bewohnt ist. Hunde müssen bitte draußen bleiben.

Führungen für Gruppen werden auch außerhalb der üblichen Führungszeiten angeboten.